Der Mythos vom „Fachkräftemangel“, der angeblich nur durch „Zuwanderung“ behoben werden könne, ist nach Ansicht des Kemptener AfD-Bundestagskandidaten Peter Felser gründlich entzaubert. Das bestätige indirekt auch das Doppelinterview mit Handwerkskammer-Präsident Hans-Peter Rauch und der neuen Leiterin der Arbeitsagentur Maria Amtmann in der „Allgäuer Zeitung“.

Felser begrüßt das klare Eingeständnis von Rauch, dass der Zuzug von „Flüchtlingen“ die Beschäftigtenprobleme nicht lösen könne. Das liege auf der Hand: „In der hochspezialisierten und von leistungsstarken Mittelständlern geprägten deutschen Wirtschaft brauchen wir erstklassig ausgebildete Leute, die mit der Mentalität in den Betrieben vertraut sind: Pünktlichkeit, Disziplin, Lernwille, Leistungsbereitschaft, selbständiges Denken und Handeln“, betont Felser, selbst Gründer und Inhaber zweier Unternehmen und stellvertretender Landesvorsitzender des AfD-Mittelstandsforums Bayern.

Wenn Rauch trotzdem behaupte, ohne Zuwanderung sei die deutsche Wirtschaft „verloren“, befinde er sich auf dem Holzweg, kritisiert Felser. Arbeitskräfte aus dem EU-Ausland könnten die grundsätzlichen Probleme auf dem Arbeitsmarkt auf Dauer auch nicht lösen. „Der Nachwuchs muss aus dem eigenen Land kommen, im heimischen Bildungssystem und in den Betrieben herangezogen werden“, ist der Mittelständler überzeugt.

Felser sieht da viele Baustellen: „Bessere Bezahlung für gesuchte Fachkräfte macht auch ungeliebte Mangelberufe wieder attraktiver. Dem technik-, industrie- und leistungsfeindlichen grün-linken Zeitgeist müssen wir als Mittelständler entschlossener entgegentreten. Und nicht zuletzt müssen die Betriebe von unnötiger Bürokratie befreit werden – dazu gehört auch die anachronistische Zwangsmitgliedschaft in Kammern und Verbänden. Dass Herr Rauch als Handwerkskammer-Präsident sich dazu wohlweislich ausschweigt, ist allerdings keine Überraschung.“