Bundestagsdirektkandidat Felser kritisiert politisch motivierten Vandalismus

KEMPTEN. Die ersten Großplakate der AfD sind in Kempten nicht lange unbeschädigt geblieben. Unbekannte haben die Werbung am Ring und anderen innerstädtischen Aufstellungsorten zerschnitten. „Wir werden diesen politisch motivierten Vandalismus  immer zur Strafanzeige bringen und vermuten militante Gegner aus dem linken Spektrum als Täter“, teilte AfD-Bundestagsdirektkandidat Peter Felser mit. Den Sachschaden für seinen Kreisverband bezifferte er auf mehrere Hundert Euro.

Der AfD-Politiker verurteilte „diese strafbare Beeinträchtigung eines fairen Wahlkampfes“ seiner Partei. „Wir haben als demokratisch legitimierte Partei einen Rechtsanspruch auf diskriminierungsfreie Teilnahme am politischen Wettbewerb“, betonte er und fügte hinzu: „Das sollten die Vorsitzenden bestimmter anderer Parteien ihren Mitgliedern, Unterstützern und vor allem ihren Jugendorganisationen mit auf den Weg geben.“ Sonst könnten sie für Angriffe auf AfD-Werbematerial eine Mitverantwortung tragen.

Vandalismusschäden an Wahlplakaten sind laut Felser bei der AfD bundesweit an der Tagesordnung. Das sei schon bei allen bisherigen Landtagswahlen so gewesen. Gelegentlich würden Täter auch erwischt. In Hamburg zum Beispiel musste eine Plakatzerstörerin 300 Euro Geldbuße zahlen. In Nürnberg und Regensburg konnte die Polizei nachts Tatverdächtige festnehmen. Besonders in Stadtvierteln nahe der Münchner Innenstadt werden nach Angaben von Felser derzeit bis zu 80 Prozent der Wahlplakate zerstört. Ebenso im Kreisverband Dachau-Fürstenfeldbruck. „Wir werden nun verstärkt Vorsorge treffen, dass es nicht auch im Oberallgäu zu einem solchen Ausmaß an Vandalismus gegen unsere Wahlwerbung kommt“, sagte Felser, der auch auf dem aussichtsreichen Platz sieben der Landesliste für den Bundestag kandidiert.