Von der CSU bis zu den Linken beobachtet Bundestagsdirektkandidat Felser Schmutzkübel-Kampagne gegen seine Partei

KEMPTEN. „Eineinhalb Wochen vor der Bundestagswahl reagieren die derzeit im Parlament vertretenen Altparteien besonders gereizt auf die hohen Umfragewerte der AfD“, stellt der Kemptener AfD-Bundestagsdirektkandidat Peter Felser fest. Anders sei „die jetzt auf breiter Front und mit großem Medienecho losgetretene Schmutzkübel-Kampagne mit haltlosen rechtsextremistischen Unterstellungen nicht zu erklären“. Seine Partei sei auf dem besten Weg drittstärkste Fraktion im Bundestag zu werden und die Prognosen von elf Prozent noch deutlich zu übertreffen.

Nach einer Phase der Nichtbeachtung hagele es nun plötzlich diffamierende Aussagen von allen Parteien, betonte Felser, der auch auf dem aussichtsreichen Platz sieben der Landesliste kandidiert. So habe sich CSU-Chef Horst Seehofer beim Interview mit den Nürnberger Nachrichten zu der Behauptung verstiegen, dass die AfD „im Kern rechtsradikal“ sei. Sein Generalsekretär Andreas Scheuer verunglimpfte AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel als „Reichsbürgerin“, SPD-Bundesvize Ralf Stegner und SPD-Außenminister Sigmar Gabriel beschimpften führende AfD-Politiker als  „Nazis“, listet Felser auf und resümiert: „Wenn den politischen Gegnern die Argumente ausgehen, holen sie die Nazi-Keule aus dem Keller.“

Bei Grünen und Linken gehöre so etwas schon länger zum Standardrepertoire. Als „besonders absurd“ bewertet der Oberallgäuer Kandidat den Hinweis von SPD-Bundesjustizminister Heiko Maas, wonach das AfD-Programm in Teilen angeblich gegen das Grundgesetz verstoße. Angesichts weiter sinkender Umfragewerte Richtung 20-Prozent-Marke, „brennen bei SPD-Politikern jetzt alle Sicherungen durch“, beklagt Felser zu „diesem rasanten Verfall von Fairness im politischen Wettbewerb“. Die CSU wiederum mache nervös, dass ein Drittel ihrer Stammwähler mit der AfD sympathisiere und sie wählen könnte.

Felser ist sich sicher, dass die Wähler die „hysterische Schmutz-Kampagne gegen die AfD als wahltaktisches Verzweiflungsmanöver erkennen“ und sich in ihrer Meinungsbildung nicht irritieren lassen. „Der Schuss dürfte für unsere Gegner nach hinten losgehen“, glaubt Felser und rechnet mit einem sehr guten Abschneiden seiner Partei bei dieser historisch wichtigen Bundestagswahl am 24. September.