Kempten. Wilhelm Vachenauer geht für die Kemptener AfD ins Rennen um die Landtagswahl 2018. Der AfD-Kreisverband Kempten-Lindau-Oberallgäu stellte den langjährigen ödp-Politiker bei seiner Kreismitgliederversammlung in Weitnau als Direktkandidaten auf. Der pensionierte Berufsschullehrer wurde einstimmig von der Mitgliderversammlung gewählt. Vachenauer will sich im Landtag „hundertprozentig“ für die Ziele der AfD und für eine „differenzierte Oppositionsarbeit“ ohne ideologische Scheuklappen einsetzen.
Für den Kemptener Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten der AfD Peter Felser ist Willi Vachenauer, der sich von 2004 bis 2015 in der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) engagierte, „der richtige Mann“, um als bürgerliche Kraft den schwarzen Filz im Landkreis aufzubrechen. „Gemeinsam können wir viel bewegen, nicht nur beim Engagement gegen das CSU-Gemauschel um den geplanten Skilift am Riedberger Horn“, erklärt Felser. Er werde Vachenauer im Wahlkampf intensiv und mit ganzer Kraft unterstützen.
Der gebürtige Kemptener Wilhelm Vachenauer ist diplomierter Handelslehrer und wurde 2001 zum Dr. phil. promoviert. Bis zu seiner Pensionierung vor vier Jahren wirkte er an der Berufsschule II in Kempten, zuletzt als Studiendirektor und Fachbetreuer für die Gesundheits- und Büroberufe. Vachenauer fordert ein Umdenken in der Bildungspolitik: „Leistungsbereitschaft, Lernmotivation und Lerndisziplin müssen wieder zur Richtschnur werden“, fordert der erfahrene Pädagoge.
Als Lehrer habe er selbst erlebt, wie das Niveau der Anforderungen an Schulabgänger immer weiter abgesenkt worden sei, um eine politisch gewollte Ausweitung der Abschlüsse zu erreichen. Zudem tritt Vachenauer für eine „differenzierte Inklusion“ ein; Schüler mit ausgeprägteren geistigen Beeinträchtigungen müssten weiter in speziellen pädagogischen Einrichtungen nach ihren Fähigkeiten gefördert werden.
In der Asylpolitik und der inneren Sicherheit müsse die Landespolitik ihre Aufgaben ohne Abstriche erfüllen, fordert der AfD-Kandidat weiter. Dazu gehöre insbesondere die konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber und die unbedingte Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols. Zunehmende gewalttätige Attacken auf Polizei, Rettungskräfte, Sanitäter und Feuerwehr seien „in keiner Weise hinnehmbar“.

 

Für den Wahlkreis Lindau wurde der selbständige Gastronom Axel Keib als Direktkandidat zur Landtagswahl gewählt. Für die Bezirkstagswahlen wurde im Wahlkreis Kempten der Versicherungskaufmann Martin Krug gewählt. Im Wahlkreis Lindau geht der Vertriebs- und Marketingleiter eines mittelständischen Unternehmens, Timo Scheffler, für den Bezirk ins Rennen.