Der Bürgerentscheid in Kaufbeuren im Allgäu zeigt deutlich: auch Bürgermeister und Stadträte sind bereits so abgehoben, dass sie entweder die Stimmung in der Gemeinde bewusst ignorieren oder schlicht nicht kennen. Beides zeugt von einer Ignoranz gegenüber den Bürgern die seinesgleichen sucht.

Der Bürgermeister Kaufbeurens, Stefan Bosse (CSU) sei „überrascht von diesem deutlichen Ergebnis” und der Stadtrat hat mit 24 zu 12 Stimmen für den Neubau der Ditib-Moschee auf städtischem Grund gestimmt. Die Bürger sahen das aber deutlich anders.

Aufklärungsarbeit war nötig. Diese haben aber nicht Stadtrat und Bürgermeister geliefert wie es sein sollte, sondern der pensionierte Kriminalbeamte Werner Göpel mit tatkräftiger Unterstützung der AfD-Landtagskandidaten vor Ort, Wolfgang Rotter und Karl Keller. Denn die Bürger können selbstverständlich nur entscheiden, wenn sie zuvor detailliert informiert werden. Dazu hat sicherlich auch die von der AfD Ostallgäu/Kaufbeuren durchgeführte Veranstaltung mit Leyla Bilge beigetragen, bei der AfD-Direktkandidat Wolfgang Rotter über die regionalen Zusammenhänge informierte.

Ganz anders ist es in Regensburg gelaufen. Dort wurde über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden. Vor drei Tagen fand der Spatenstich zur Ditib-Moschee mit Minarett statt. Je näher dieser Termin rückte, desto lauter wurde die Kritik. „Sie kommt auch von der evangelischen Kirche. Hans-Martin Weiss, der Regensburger Regionalbischof sagte, dass man den Symbolgehalt eines Minaretts nicht unterschätzen dürfe. Der muslimische Gebetsruf, für den dieser Turm steht, sei ein Glaubensbekenntnis mit Exklusivanspruch für das gesamte Areal um die Moschee herum.“ (WELT)

Dieser Diskrepanz zwischen abgehobenen Politikern auf der einen Seite und den Bürgern auf der anderen konnte man in Kaufbeuren erfolgreich mit einem der demokratischsten Mitteln überhaupt begegnen: dem Bürgerentscheid. Die AfD fordert daher immer wieder Volksentscheide auf allen Ebenen!