Futterpflanze Silphie im Blick / Ortstermin von Bundestagsabgeordneten Felser und Landtagskandidat Vachenauer

 

KEMPTEN. Die AfD im Oberallgäu will eine Alternative zu Maismonokulturen fördern.

Der Bundestagsabgeordnete Peter Felser und der Landtagsdirektkandidat für den Stimmkreis 709, Wilhelm Vachenauer, haben im Oberallgäu dazu ein besonderes landwirtschaftliches Projekt besichtigt. Neben Maismonokulturen stand ein großes Feld mit der Energie- und Futterpflanze Silphie, berichtete Felser nach der Tour.  Ziel des Ortstermins sei gewesen, sich über diese Alternative zu den großen Maisanpflanzungen näher zu informieren, die heute noch überwiegend als Energiepflanze für Biogasanlagen angebaut werde.

„Das Silphiefeld ist gekennzeichnet durch ein üppiges gelbes Blütenmeer, bestehend aus zwei bis drei Meter hohen Blütenpflanzen, die viele kleine, sonnenblumenartige Blüten ausbildet, die viele Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten anlockt“, erläuterte Vachenauer. In den benachbarten Maisfeldern war von dieser Insektenfülle dagegen so gut wie nichts zu sehen. Wegen der Vorteile der Silphie für die Biodiversität waren sich Felser und Vachenauer einig, dass die Landwirte mit dem Anbau dieser Pflanze anstelle des Maisanbaues einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz und gegen das Insektensterben leisten können.

Deswegen muss nach ihrer Auffassung die Verbreitung der Silphie gefördert werden. Das sei ganz im Sinne des Landtagsprogramms der AfD, in dem eine größere Artenvielfalt bei Energiepflanzen und der Stopp des Insektensterbens gefordert werde. Die Nachteile dürfen aber auch nicht verschwiegen werden, sagte Felser. Das Anlegen einer Silphiekultur sei mit 5.000 Euro je Hektar Fläche relativ teuer. Gegenüber einem Maisfeld rechne sie sich erst einige Jahre später. Die Politik sollte daher überlegen, ob Landwirte, die sich die Mühe machen, diese Pflanze anzubauen, eine besondere Unterstützung erhalten könnten, um finanzielle Nachteile auszugleichen.

Die Silphie stehe dem Mais in Sachen Effizienz nur wenig nach, da fast ebenso viel Massen- und Energieertrag bringe wie der Mais, teilten die AfD-Politiker mit. Ab dem zweiten Jahr seien weder Pflanzenschutz noch die energie-intensive Bodenbearbeitung, die beispielsweise beim Mais Jahr für Jahr ansteht, nötig. Einmal angebaut, bringe sie 15 bis 20 Jahre und länger einen guten Ertrag bei minimalem Aufwand. Außerdem locke die Silphie im Gegensatz zum Mais keine Wildschweine an, benötige kaum Dünger und fördere durch ihr dichtes Wurzelwerk den Humus-Aufbau.