Erfreuliche Entwicklung!

Nach den “Christen in der AfD” wird es nun auch bald die Vereinigung der “Juden in der AfD“ geben. Immer weniger Menschen fühlen sich von den ‘offiziellen’ Vertretern ausreichend repräsentiert. Dasselbe Phänomen, das sich in der Politik zeigt, gibt es also zunehmend auch bei den religiösen Ausrichtungen. Alte Strukturen, die mit aller Macht an ihren Pfründen festhalten, lassen keine Erneuerung zu. Deshalb gehen immer mehr Menschen neue Wege.

Die daraufhin aufkeimende Empörung ist per se ungeheuerlich. Als könnten Juden nicht, genau wie alle anderen Menschen oder Gruppierungen auch, für sich selbst entscheiden, welcher politischen Ausrichtung sie angehören möchten. Ein an sich normaler und unspektakulärer Vorgang, nämlich der, dass Juden und Nichtjuden völlig gleich behandelt werden, wird skandalisiert und ins Gegenteil verkehrt, und zwar von genau denjenigen, die diese Gleichbehandlung seit Jahrzehnten einfordern. Der Sinn dahinter erschließt sich mir nicht.