Am 15.November 1907 wurde Claus Schenk Graf von Stauffenberg geboren. Heute erinnern wir uns an einen kleinen, bedeutenden und heute meist versteckten Text:

 

Der Schwur der Verschwörer des 20. Juli ´44

»Wir glauben an die Zukunft der Deutschen.

Wir wissen im Deutschen Kräfte, die ihn berufen, die Gemeinschaft der abendländischen Völker zu schönerem Leben zu führen.

Wir bekennen uns im Geist und in der Tat zu den großen Überlieferungen unseres Volkes, das durch die Verschmelzung hellenischer und christlicher Ursprünge in germanischem Wesen das abendländische Menschentum schuf.

Wir wollen eine neue Ordnung, die alle Deutschen zu Trägern des Staates macht und ihnen Recht und Gerechtigkeit verbürgt, verachten aber die Gleichheitslüge und beugen uns vor den naturgegebenen Rängen.

Wir wollen ein Volk, das in der Erde der Heimat verwurzelt den natürlichen Mächten nahe bleibt, das im Wirken in den gegebenen Lebenskreisen sein Glück und sein Genüge findet und in freiem Stolze die niederen Triebe des Neides und der Mißgunst überwindet.

Wir wollen Führende, die aus allen Schichten des Volkes wachsen, verbunden mit den göttlichen Mächten, durch großen Sinn, Zucht und Opfer den anderen vorangehen.

Wir verbinden uns zu einer untrennbaren Gemeinschaft, die durch Haltung und Tun der neuen Ordnung dient und den künftigen Führern die Kämpfer bildet, derer sie bedürfen.

Wir geloben untadelig zu leben, im Gehorsam zu dienen, unverbrüchlich zu schweigen, und füreinander einzustehen.«

 

Welch frische und klare Kraft spricht aus diesen Worten, die gerade in unserer Zeit neue Beachtung verdienen. Das tiefe Gottvertrauen, das aus diesen Zeilen klingt, ist Ausdruck wahrhaft edler Menschenhaltung!

Stauffenberg skizzierte diesen “Eid” und bat seinen Freund, den Germanisten Rudolf Fahrner, ihn auszuformulieren.

Überliefert ist, daß Claus Schenk Graf von Stauffenberg wenige Tage vor dem 20. Juli ´44 eine Kirche in Steglitz zur Besinnung aufsuchte. Ob er bereits ahnte, daß sein eigenes Leben mit oder durch das Attentat zu Ende geht?

 

Bringen wir diesen Männern und Frauen des 20. Juli ´44 den gebührenden Respekt und die Hochachtung entgegen, die sie verdienen!