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Datum/Zeit
Date(s) - 03.08.2017
19:00 - 21:30

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Donnerstag, 3.August

19:00 Uhr

Restaurant Birkenmoos, Lauben bei Kempten

 

Prominenter ehemaliger SPD-Genosse spricht bei der AfD 

Oberallgäuer Bundestagsdirektkandidat Felser lädt zu Wahlkampfveranstaltung mit Guido Reil nach Lauben

KEMPTEN/ LAUBEN. 26 Jahre lang war Guido Reil ein Vorzeige-Genosse aus dem Ruhrgebiet. Er war Mitglied der SPD, Gewerkschafter, Betriebsrat und Kommunalpolitiker in Essen, bevor er 2016 zur AfD wechselte. Das brachte ihn zu bundesweiter Bekanntheit. Er trat in mehreren Fernseh-Talkshows auf, unter anderem bei „Hart-aber-fair“. Für die AfD kandidierte er im Frühjahr bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auf Platz 26. Am Donnerstag, den 3. August wird der frühere Bergmann, Gewerkschafter und Sozialdemokrat als Gastredner bei der AfD in Lauben auftreten, kündigte der Oberallgäuer Bundestagsdirektkandidat Peter Felser an.

Die AfD-Wahlkampfveranstaltung findet im Restaurant Birkenmoos, Sportplatzstrasse 13 in Lauben statt. Beginn ist 19 Uhr, Einlass ab 17.30 Uhr. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter der Mailadresse vp.oa@afdbayern.de. Keinen Zutritt haben Personen, die extremen Organisationen angehören oder einer radikalen Szene zuzuordnen sind, teilte Felser mit, der auch auf Platz sieben der Landesliste zur Bundestagswahl am 24. September antritt.

Er rechnet angesichts des rhetorischen Temperaments und des Insiderwissens von Reil mit einem ebenso informativen wie unterhaltsamen Abend mit anschließender Diskussion. „Der Mann weiß viel über seine Ex-Genossen und den Niedergang der guten alten SPD zu erzählen, vor allem aber hat er bühnenreife Entertainer-Qualitäten“, lobte Felser. Das habe sein angekündigter Gast bei zahllosen Wahlkampfauftritten für die AfD bundesweit immer wieder bewiesen. Außerdem habe die AfD schon bei der vergangenen Bundestagswahl 2013 laut Analysen 180.000 ehemalige Wähler der SPD zur AfD geholt, rief der Bundestagskandidat in Erinnerung.

Ein Vierteljahrhundert lang war Reil aktives Mitglied der SPD. Bis es ihm zu viel wurde mit seiner Partei und deren Entwicklung weg vom klassischen Arbeitermilieu. „Die AfD ist für mich der Anwalt der kleinen Leute und für mich gibt es keine Alternative zur Alternative für Deutschland,“ betont Reil bei jedem Auftritt und  bezeichnet die AfD anerkennend als „einen Haufen Rebellen, die sagen was alles schiefläuft“.  In seinem Heimat-Stadtteil Essen-Nord zum Beispiel könne man die Fehlentwicklung und Negativfolgen misslungener Integration und der Zuwanderungswelle exemplarisch besichtigen, betont er bei seinen Auftritten. Der Ausländeranteil betrage bei Erwachsenen 40 Prozent und bei Kindern 70 Prozent.  Sich selbst bezeichnet der Ex-Gewerkschafter weiter als eingefleischten „Sozi“. Allerdings gebe es in der SPD nur noch neun Prozent Arbeiter und entsprechend wenig würden deren Sorgen und Nöte von der Partei berücksichtigt. Soziale Themen müsse nun die AfD verstärkt aufgreifen.