Unternehmer aus Kempten plant nun Vorbereitungen auf Bundestagswahlkampf

KEMPTEN. Der Unternehmer Peter Felser ist von der Mitgliederversammlung des AfD-Kreisverbands Oberallgäu Kempten Lindau zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Er erhielt 75 Prozent der Stimmen. Der 47-Jährige löst Artur Baumann ab, der aus persönlichen Gründen im Januar zurückgetreten war.

Von der Berufsausbildung her ist Felser Diplom-Pädagoge und PR-Berater. Seine Hauptaufgabe sieht der Familienvater von fünf Kindern und ehemalige Bundeswehroffizier nun in den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Bundestagswahlkampf. Der Kreisverband liegt im Wahlkreis 256. Dort wohnen rund 225.000 Wahlberechtigte, von denen bei der vergangenen Bundestagswahl 4,3 Prozent der AfD ihre Zweitstimme gegeben hatten. Dieses Ergebnis will Felser im kommenden Herbst deutlich zweistellig ausbauen. Derzeit liege die Partei in Umfragen bei 15 Prozent, sagte Felser.

Die auf Bayern beschränkte Regionalpartei CSU sieht er im Bundestagswahlkampf nicht als Hauptgegner, zumal sie sich vielen AfD-Positionen in der Flüchtlingskrise und beim Thema innere Sicherheit angenähert habe. „Wer CSU wählt, wählt Merkel und ihre Zuwanderungspolitik ohne Obergrenze“, warnte der neue AfD-Kreisvorsitzende. Die CSU sei innerhalb der Regierungskoalition machtlos und somit für die AfD im Bundestagswahlkampf ein Randthema.

Der Kreisverband Oberallgäu Kempten Lindau habe derzeit rund 100 Mitglieder. Diese Zahl will Felser bis zum nächsten Jahr verdoppeln. Zudem werde es häufiger Infostände und Veranstaltungen geben. Eine der Hauptzielgruppen sieht er in den bisherigen Nichtwählern im großen Potenzial der Unentschlossenen und Wechselwähler. Bei den vergangenen Landtagswahlen konnte die AfD vor allem ehemalige Wähler von CDU, SPD und Linken für sich gewinnen. Darin sieht Felser einen Beleg, dass die AfD längst eine bürgerliche Volkspartei geworden ist.