Die Zeiten haben sich geändert und immer mehr Medien schwenken um. Inzwischen werden Straftaten die mutmaßlich Ausländer, Migranten oder Asylbewerber begangen haben, seltener unter den Teppich gekehrt. Es werden Ross und Reiter genannt. Auch schon im Polizeibericht. Insofern ist es bemerkenswert und positiv zu sehen, dass die Allgäuer Zeitung nicht mehr so kritiklos auf der Willkommens-Welle für alle Zuwanderer schwimmt.

Am Montag druckte sie auch kritische Leserbriefe besorgter Bürger, was bei deutschen Medien leider noch keine Selbstverständlichkeit ist. Da kommen eher die klassischen Gutmenschen zu Wort und alles andere landet im Papierkorb der Redaktion. Nicht so bei der AZ und das ist gut so, obwohl es schon immer eine Selbstverständlichkeit hätte sein müssen. Die Forderung der Leserbriefschreiberin aus Kaufbeuren – kriminelle Asylbewerber postwendend zurückzuschicken – kann man nur begrüßen. Das ist keine Rechtspopulistin, sondern eine weibliche Stimme der Vernunft, die sagt, dass wir uns nicht alles gefallen lassen dürfen. Sonst werden wir noch respektloser von vielen der Zuwanderer behandelt.

In die gleiche Richtung geht die Kritik des Leserbriefschreibers gegen die Drogenszene in Asylheimen. Auch dort dürfen Justiz und Migrationsbehörden wie das Bamf nicht zögern, Kriminelle postwendend erst hinter Gitter zu bringen und sie dann auszuweisen. Der dritte Leserbrief betraf einen Arzt, der keine Praxishelferin einstellen möchte die ein Kopftuch tragen will. Das ist sein gutes Recht. Zumal es anderswo bereits Ärzte und Apotheker gibt, die wegen ihrer zunehmend aus islamischen Ländern stammenden Kundschaft ganz bewusst auch muslimische Frauen mit Kopftuch anstellen. Das erlebt man vor allem in Städten und Vierteln mit viel Multikulti-Struktur in der Bevölkerung.

Im Allgäu haben Kopftücher nur in der Landwirtschaft ihre Berechtigung: nämlich wenn die Bäuerin im Stall schafft. Damit demonstriert sie jedoch weder eine Religionszugehörigkeit, noch trägt sie die Kopfbedeckung jederzeit und überall.