Immer wenn Wahlen vor der Tür stehen, entdecken die Parteien die Familienpolitik. CSU und SPD liefern sich einen Wettbewerb mit Forderungskatalogen für neue staatliche Wohltaten: Kostenlose Kindertagesstätten und Kindergelderhöhungen bei den Roten, Baukindergeld bei den Schwarzen. Familien brauchen aber nicht mehr Umverteilung, sondern ein Ende der einseitigen staatlichen Ausplünderung der Mittelschicht, meint der Kemptener Bundestagskandidat der AfD Peter Felser:

Dazu sei es vor allem nötig, die Kinderzahlund die Erziehungsleistung stärker als bisher bei der Rente zu berücksichtigen, um die massive Benachteiligung von Eltern gegenüber Kinderlosen zu korrigieren. „Familienpolitik nach Altparteienart heißt: Der leistungsbereiten Mittelschicht das Geld aus der Tasche ziehen, einen kleinen Teil davon als angebliche soziale ‚Wohltaten‘ zurückgeben und sich dafür auch noch feiern lassen“, kritisiert Felser.

Die beste Familienpolitik sei die, die die Familien in Ruhe lasse und den Eltern genug von ihrem sauer verdienten Geld in der Tasche lässt, damit sie Luft zum Atmen haben. „Das Gerede von der ‚Wahlfreiheit‘ ist eine Farce, wenn die arbeitende Bevölkerung mit Steuern und Abgaben so erdrückt wird, dass Eltern in die Doppel-Berufstätigkeit regelrecht gezwungen werden“, sagt Felser.

Steuerliche Entlastung geht deshalb nach Ansicht des AfD-Bundestagskandidaten vor Umverteilung. Statt Kindergelderhöhungen mit der Gießkanne zu verteilen, müsse die hart arbeitende und steuerlich ausgepresste Mittelschicht bei Steuern und Abgaben deutlich entlastet werden, fordert Felser. Besser als die von der CSU geplante Wiederbelebung des „Baukindergelds“ sei deshalb das Modell seiner Partei: Nach den Vorstellungen der AfD sollen Eltern zum Erwerb von Wohneigentum zinslose Darlehen erhalten, deren Schuldsumme sich mit jedem neugeborenen Kind vermindert.