AfD-Mitglieder erreichen auf Recherche-Tour durch Westafrika Mauretanien und kämpfen mit einem viel zu langsamen Internet

KEMPTEN. Der Oberallgäuer AfD-Bundestagsdirektkandidat Peter Felser hat ein Lebenszeichen von Parteifreunden aus Mauretanien erhalten. Von dort grüßte Erich Seiler aus Dillingen an der Donau. Er ist jahrelanger Afrika-Kenner und machte sich mit Freunden per Spezialfahrzeug auf den 7.000 Kilometer weiten Landweg nach Westafrika. Er will vor Ort Fluchtursachen ergründen und die Wirksamkeit deutscher Entwicklungshilfe prüfen. Felser will auf seiner Internetseite regelmäßig die kritischen Reiseberichte seines Parteifreunds dokumentieren.

Der mailte nun erste Grüße aus Nouadhibou im Norden Mauretaniens und schrieb: „Alles ok, nur der Computer ist langsam und manche Buchstaben sind kaum zu erkennen.“ Nouadhibou, ehemals Port-Étienne, ist die zweitgrößte Stadt, der größte Hafen und das wirtschaftliche Zentrum Mauretaniens sowie die Hauptstadt einer Verwaltungsregion. Das Wetter sei erträglich, erfuhr Felser: 24 Grad, Wind aus Nordost 30 Stundenkilometer und 50 Prozent Luftfeuchtigkeit. „Die Reise interessiert mich besonders, weil sich hier CSU-Entwicklungsminister Gerd Müller in meinem  Wahlkreis Oberallgäu auch um ein Direktmandat bewirbt“, betonte Felser.

Seilers privat organisierte Tour führt von  Dillingen an der Donau in fünf Wochen über Casablanca, Dakar, Bamako bis nach Lome in Togo. Dabei steht politisches Interesse im Vordergrund. So sind in Marokko sowohl Gespräche mit gestrandeten Migranten, als auch mit einem Vertreter der „International Organisation for Migration“ (IOM), für die Seiler bereits früher gearbeitet hat, vorgesehen. Seiler hat an der Fachhochschule in Kempten Betriebswirtschaft studiert und seine Diplomarbeit über Kenia verfasst. In seinem Heimatort in Schwaben ist er auch Ersatz-Direktkandidat für den Bundestagswahlkreis 254 Donau-Ries.