Auch Oberallgäuer Kandidat Felser wird Mitglied im neu gewählten Bundestag

KEMPTEN. „Der Ausgang der Bundestagswahl hat alle meine Erwartungen noch weit übertroffen“, freut sich der Oberallgäuer AfD-Direktkandidat Peter Felser. Er wird über Platz sieben der Landesliste als Abgeordneter in den 19. Deutschen Bundestag einziehen und betont: „Durch das deutlich zweistellige Ergebnis von rund 13 Prozent – sowohl bundesweit als auch in Bayern selbst – werde ich mit fast 100 Kollegen in der künftigen Fraktion zusammenarbeiten“. Die AfD sei zudem drittstärkste Kraft im Parlament. Aus Bayern werde ungefähr ein Dutzend der AfD-Abgeordneten kommen.

Felser ist besonders erfreut über die Rekordverluste bei CDU, CSU und SPD. „Merkel, Seehofer und Schulz sind jetzt auch parteiintern angezählt“, ist sich der 48-Jährige AfD-Politiker aus Kempten sicher und fügt hinzu: „Mit der großen Koalition ist es vorbei, nachdem die SPD in die Opposition will.“ Die Perspektive einer Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen sieht Felser als „willkommene Steilvorlage, um die fehlgeleitete schwarzgrüne CDU/CSU-Politik im Parlament anzuprangern“. Jamaika bedeute für die AfD auch einen strategischen Vorteil im bayerischen Landtagswahlkampf 2018. „Die CSU kann sich von ihrer altgewohnten absoluten Mehrheit schon jetzt verabschieden“, sagte Felser. Die AfD habe am Sonntag in Bayern das beste westdeutsche Ergebnis zum Erfolg bei der Bundestagswahl beigesteuert. Er hob hervor, dass die AfD im Bundestagswahlkampf mit den Themen Sicherheit, Islam und Migration genau die größten Sorgen der Bürger angesprochen habe. Der AfD-Slogan, „wer CSU wählt, bekommt Merkel“, sei von Tausenden bisheriger CSU-Wähler verstanden worden. Sie seien zudem „den Verunglimpfungen der AfD durch die Altparteien nicht auf den Leim gegangen“, bilanzierte Felser erleichtert.

Er stellt ferner zufrieden fest, dass die Wahlergebnisse der Grünen und der Linken nur minimal zugelegt haben. „Der großartige Sieger des Wahlabends heißt AfD“, erklärte der Unternehmer aus Kempten. Der AfD sei auch die deutliche Steigerung der Wahlbeteiligung zu verdanken, was die Demokratie stärke. Besonders freut Felser, dass seine Partei von bisherigen Nichtwählern 1,2 Millionen Stimmen bekommen hat. Zudem habe man der Union eine Million Wähler abspenstig gemacht sowie je eine halbe Million von SPD und Linken. „Insgesamt haben rund sechs Millionen Bürger die AfD angekreuzt, da kann jetzt niemand mehr behaupten, das wären alle Rechtsextreme“, betonte der Oberallgäuer mit Blick auf die anhaltende Diffamierungsversuche gegenüber der AfD.

Angesichts der gegenüber der AfD aggressiven und diffamierenden Stellungnahmen von einigen führenden Politikern aus Union, SPD, von Grünen und Linken, vermutet Felser im Bundestag ein zunächst sehr angespanntes Diskussionsklima. „Ich finde, man muss sich bei gegenseitigem menschlichem Respekt nur um die politischen Themen und Argumente streiten“, hob er hervor und hofft auf ein Mindestmaß an Fairness, so wie er sie im Wahlkampf in seinem Wahlkreis meist erlebt habe. „Wir müssen uns im Bundestag auch sehr rasch in alle Abläufe einarbeiten und professionalisieren, damit wir 2021 mit noch besserem Ergebnis wiedergewählt werden“, sagte er. Bereits in dieser Woche trifft sich die künftige Fraktion zu ersten Arbeitsvorbereitungen in Berlin.

 

Die künftige AfD-Fraktion hat voraussichtlich rund 100 Abgeordnete, davon 14 aus Bayern. Das wären nach Listenplätzen aus Bayern folgende Kandidaten:

  1. Martin Hebner
  2. Peter Boehringer
  3. Corinna Miazga
  4. Petr Bystron
  5. Martin Sichert
  6. Hans-Jörg Müller
  7. Peter Felser
  8. Gerold Otten
  9. Stephan Protschka
  10. Viktor Paul Podolay
  11. Tobias Peterka
  12. Rainer Kraft
  13.  Johannes Huber
  14. Wolfgang Wiehle