Deutschland geht es so gut wie nie! – So tönt es landauf landab. Und tatsächlich wird Olaf Scholz (SPD) wohl in einigen Tagen stolz einen Haushaltsüberschuss für 2018 von nahezu 15 Milliarden Euro verkünden. Doch hat dieses fantastische Ergebnis nichts mit gutem Wirtschaften zu tun, sondern ist einzig der Null-Zinspolitik geschuldet. Seit Beginn der Finanzkrise hat der Staat rund 370 Milliarden Euro an Zinsen gespart. Alleine 2018 hat der Bund rund 55 Milliarden an Zinsen gespart, ohne Nullzinspolitik müsste Scholz stattdessen ein Defizit von 40 Milliarden erklären.

Was für den Staatssäckel so von Vorteil ist, ist für die Sparer ein Desaster. Sie mussten nämlich in derselben Zeit in etwa dieselbe Summe an Zinseinkünfte einbüßen. So werden die Sparer in ganz Europa Stück für Stück schleichend enteignet und so sind die Deutschen zwar Weltmeister im Sparen und werden doch immer ärmer.

Das unerklärliche daran: trotz dieser immensen Einsparungen können die Staaten nicht haushalten. Die Krise ist längst wieder da! Wenn dieses Jahr Italien schwankt, wird es wieder heftig. Auf keinen Fall darf es dazu kommen, dass dann deutsche Sparer Italien, respektive die Banken, retten müssen.