Berlin, 13. Juni 2019. Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hat die Fortführung der massenhaften Tötung männlicher Küken in der Legehennenzucht bis zur Einführung alternativer Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Hühnerei vorerst weiter bestätigt. Dazu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag, Peter Felser:

„Jedes Jahr werden in Deutschland 50 Millionen männlicher Küken geschreddert oder vergast. Das Tierschutzgesetz stellt in Paragraph 17 das Töten von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund unter strenge Strafe. Dass diese unethische Praxis trotzdem weitergeführt werden kann, ist ein handfester Skandal.

Schuld daran ist letztlich das gesetzgeberische und forschungspolitische Versagen der Bundesregierung. Wie schon in der Frage der betäubungslosen Ferkelkastration hat die Bundeslandwirtschaftsministerin durch ihre Tatenlosigkeit die Findung einer praxistauglichen Lösung und die Einführung eines marktreifen Alternativverfahrens verschleppt.

Diese Lücke muss jetzt aus ethischer Verantwortung mit Hochdruck geschlossen werden. Nur eine digitalisierte lückenlose Kontrolle der Produktionskette kann die Massentötung männlicher Küken beenden. Die deutsche Forschung ist hier führend. Sie sollte sich aus unserer Sicht auf die Blockchain-Technologie konzentrieren, mit deren Hilfe die Daten von der Brüterei über den Aufzuchtbetrieb der Junghennen bis zur Packstelle der Eier dezentral und für die Konsumenten nachverfolgbar gespeichert werden können.“