Offenbar gelten in Zeiten von Klimahysterie weder Tierschutz noch Waidgerechtigkeit.

Entgegen anderslautender Vermutungen waren es aber nicht die Jäger, die für den erhöhten Abschuss gestimmt haben. Es ist richtig, dass der Jagdbeirat dem zugestimmt hat. Der Vollständigkeit halber muss aber erwähnt werden, dass dieser Jagdbeirat aus fünf Mitgliedern besteht: und zwar aus je einem Vertreter der Land- und Forstwirtschaft, der Jagdgenossenschaften, der Jäger und des Natur- und Waldschutzes. Der Vertreter der Jägerschaft sei, wie bereits in den Jahren zuvor, mit großer Mehrheit überstimmt worden.

Die Gams ist in Deutschland nicht vom Aussterben bedroht, daher werden ihre Bestände durch Jagd reguliert. Allerdings unterliegt Gamswild dem Anhang V der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH). Sein Erhaltungszustand muss durch ein Monitoring überwacht werden. Leider liegen wohl keine belastbaren Zahlen zur Bestandsgröße vor. Das muss dringend nachgeholt werden.

Der Kreisjagdverband Kempten rechnet sogar mit einer Ausrottung des Gamswildes im Bereich der Oberallgäuer Kürnach, sollte die Verdoppelung der Abschussquote von 14 auf 28 Stück tatsächlich durchgeführt werden. Das ist nicht zu akzeptieren.