In vielen Teilen Deutschlands entwickelt sich das Thema „Windkraft im Wald“ immer mehr zum Reizthema. So auch im hessischen Reinhardswald: dort sollen große Flächen des „Märchenwaldes“ gigantischen neuen Windindustrieanlagen weichen. Die Genehmigungsverfahren laufen bereits.

Bisher gingen die Altparteien meist über die Köpfe der kritischen Bürger hinweg. Doch allmählich dreht sich der Wind! Immer mehr Bürger schließen sich zu Bürgerinitiativen zusammen. Sie erkennen den Wahnsinn, dass für nur einen relativ kleinen Beitrag zugunsten der „Energiewende“ viele Hektar Wald zerstört werden sollen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Entwicklung in Thüringen: Ende Januar 2020 haben die Fraktionen der FDP und CDU im Erfurter Landtag gemeinsam eine Änderung des Thüringer Waldgesetzes beantragt: So soll im Thüringer Waldgesetz eine Änderung der bisherigen Nutzungsart des Waldes zur Errichtung von Windenergieanlagen grundsätzlich für unzulässig erklärt werden.

Da unsere AfD-Kollegen im Thüringer Landtag diesen Antrag von FDP und CDU unterstützen werden, wird er im Parlament sehr wahrscheinlich auch durchkommen. Denn zusammen hätten die drei Fraktionen (CDU, AfD, FDP) im Parlament mit 48 Sitzen eine Mehrheit, während Linke, SPD und Grüne nur auf 42 Sitze kommen. Dazu muss man wissen: Zwar haben CDU und FDP in Thüringen gemeinsame Anträge mit der AfD bisher ausgeschlossen, nicht aber gemeinsame parlamentarische Mehrheiten!

Auch im Deutschen Bundestag werden wir als AfD dieses Thema in den nächsten Wochen verstärkt auf die Agenda setzen. So haben wir zusammen mit unseren Kollegen im Arbeitskreis für Umwelt zunächst eine Anfrage eingereicht und wollen von der Bundesregierung genauere Information zur Problematik der Windindustrieanlagen im Wald haben, so z.B. zur Auswirkung auf die Biodiversität. Darauf aufbauend werden wir voraussichtlich einen eigenen Antrag zur Änderung des Bundeswaldgesetzes einbringen. Wir wollen keine Windindustrieanlagen im Wald! Mal sehen, wie sich dann die Fraktionen von FDP und CDU/CSU im Bundestag dazu verhalten werden. Ablehnen können sie unseren Antrag zum Stopp der Windindustrie im Wald dann eigentlich nicht. Denn warum sollten sie auf Bundesebene etwas ablehnen, was sie in Thüringen selber auf den Weg gebracht haben? Man darf also sehr gespannt sein.