Etwa 286.000 Saisonarbeitskräfte arbeiten in der Landwirtschaft, rund 95 Prozent davon sind nichtdeutscher Herkunft. Die aufgrund des Coronavirus (COVID 19) in der EU veranlassten Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen führen dazu, dass Saisonarbeitskräfte aus dem Ausland fehlen. Das stellt landwirtschaftliche Betriebe mit Sonderkulturen und/oder Gemüseanbau vor große wirtschaftliche Herausforderungen

Um betroffene landwirtschaftliche Betriebe effektiv zu unterstützen, müssen daher Anreize geschaffen werden, die es den Arbeitgebern aus der Landwirtschaft ermöglicht, höhere Stundenlöhne zu zahlen. Die Anhebung des Freibetrags für Bezieher von ALG II könnte ein effektiver Anreiz für Beschäftigungslose sein, als Erntehelfer zu arbeiten.

Es besteht dringender Handlungsbedarf, insbesondere um die Spargel- und Erdbeerernte zu sichern.

Die Forderungen der AfD:

1. Arbeitgeber aus der Landwirtschaft für die Dauer von sechs Monaten von der Pauschalsteuer befreien.
2. Arbeitgeber aus der Landwirtschaft für die Dauer von sechs Monaten von der Umsatzsteuer für die Vermietung von Unterkünften für Saisonarbeiter befreien.
3. Arbeitgeber aus der Landwirtschaft für die Dauer von sechs Monaten von der Umsatzsteuer für das Stellen von Verpflegung befreien.
4. den Freibetrag für ALG II-Empfänger, die als Erntehelfer in der Landwirtschaft arbeiten, zeitlich befristet auf drei Monate anheben;
5. die Berufsmäßigkeit für kurzfristige Beschäftigung für die Dauer der Corona-Krise auszusetzen

Zusätzlich Bundesfreiwilligendienst aktivieren: Was 2015 für die Bewältigung der Flüchtlingskrise möglich war, muss auch in der Corona-Krise möglich sein. Für die Landwirtschaft und in der Pflege.