AfD-Fraktionsvize Felser fordert Schutzschirm für ungeborenes Leben

BERLIN, 30.04.2020 Einen wirksamen Schutzschirm für ungeborenes Leben und deren Mütter fordert der AfD-Bundestagsabgeordnete Peter Felser. Alleine in Deutschland werden jedes Jahr über 100.000 Abtreibungen durchgeführt. Dagegen nehme sich die Zahl der Corona-Toten mit bisher knapp 6.000 vergleichsweise gering aus, selbst wenn sich diese bis zum Abklingen der Welle noch verdoppeln oder verdreifachen sollte.

Über 100.000 getötete Kinder jedes Jahr alleine in Deutschland. Nicht selten hinterlasse der Eingriff bei den Frauen nachhaltige und schwerwiegende Störungen. „Wo ist die Verhältnismäßigkeit in Deutschland geblieben? Wann kommt der Schutzschirm für Ungeborene von der angeblich „Christlichen“ Union?“, so Felser. Ein Schutzschirm für das Leben, um den betroffenen Frauen einen anderen Ausweg als den Abort zu ermöglichen, koste nur einen Bruchteil dessen, was die zahlreichen Schutzschirme in der Corona-Krise verschlingen würden.

Felser weiter: “Der Schutz des Lebens hat oberste Priorität, nicht nur in der Corona-Krise. Auch der Schutz des noch ungeborenen Lebens und seiner Mütter.“ Eine Abtreibung solle nur als Ultima Ratio angewendet werden müssen. Doch dafür müsste den werdenden Müttern, die mit ihrem Mutter werden oft überfordert seien, auch Alternativen aufgezeigt werden. Alternativen abseits der viel zu oft praktizierten Abtreibung. Perspektiven müssten her, damit nicht allein die äußeren Umstände zum Schwangerschaftsabbruch führen. Zu den Perspektiven gehöre natürlich auch die finanzielle Unterstützung. Gerade für junge Frauen dürfe eine Schwangerschaft nicht zum Abbruch der Ausbildung führen.

Die Gründe, warum ein Abbruch in Erwägung gezogen werde, seien so vielfältig wie das Leben selbst. Umso wichtiger sei es, dass die Schwangerschaftsberatung auf alle Sorgen und Nöte eingehe. „Dieser Termin darf kein Durchwinken in die Abtreibungsklinik sein“, so Felser, auch wenn das Gesetz vorschreibe, dass die Schwangere nicht zur Änderung ihrer Entscheidung gedrängt werden dürfe. Eine ungeplante Schwangerschaft bedeute nicht notwendigerweise auch ungewollt zu sein, wenn man alle Möglichkeiten aufgezeigt bekomme. „Deshalb widerspreche ich vehement der Forderung von Cornelia Möhring von der Linksfraktion, wenn Sie während der Corona-Krise eine Aussetzung der Beratungspflicht fordert“, so Felser. Eine persönliche Beratung sei auch am Telefon oder per Videotelefonie möglich.