Im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft forderte ich eine klare Aussage zum Verbleib der aufgerufenen 800 Millionen Euro Waldhilfen durch Ministerin Klöckner. Ich fragte, ob die Mittel bereits im ausreichenden Maße bei den Kleinwaldbesitzern angekommen sind. Darüber hinaus forderte ich Auskunft über den Einfluss der Reisebeschränkungen wegen der  Corona-Epidemie auf den Pflegezustand der Wälder. Die forstlichen Pflanztrupps, oft ausländische Saisonkräfte, werden vor allem für Aufforstung und Jungwuchspflege benötigt. Viele Betriebe hatten Schwierigkeiten, genügend Arbeitskräfte bereitzustellen.

In der neuen Waldstrategie 2050 wird auch von einer Verwendung eines „hinreichenden“ Anteils standortheimischer Baumarten gesprochen. Daraus ist leider nicht ersichtlich welche Baumarten der Kleinwaldbesitzer für seine Waldparzelle zur Pflanzung verwenden kann, ob diese ausreichend von den Baumschulen zur Verfügung gestellt werden können und in welchen Anteilen diese gepflanzt werden sollen. Sicherlich müssen dabei auch  wirtschaftlich rentable Nadelbaumarten bedacht werden. Die präzise Erweiterung des möglichen Baumartenspektrums bleibt in der Waldstrategie offen. Douglasie und Küstentanne werden nicht erwähnt.

Zu allem Übel fehlen auch noch ausreichend gut ausgebildete Förster die die Waldbesitzer fachlich beraten können, denn hier wurde in den letzten Jahren massiv abgebaut. Wir wollen wieder unsere Förster auf der gesamten Fläche!