AfD Bundestagsabgeordnete berichten über die Arbeit im Deutschen Bundestag

Kempten/Thalkirchdorf. 25.09.2020. In einem Bürgerdialog forderten die beiden Bundestagsabgeordneten Peter Felser und Stephan Protschka deutlich mehr Unterstützung für die heimische Landwirtschaft. „Wenn 5000 Höfe jedes Jahr für immer ihre Hoftore schließen – dann hat die Agrarpolitik in den vergangenen Jahrzehnten versagt“, so der AfD-Abgeordnete Peter Felser. Gerade die bäuerlichen Familienbetriebe seien in Regionen wie dem Allgäu unbedingt erhaltenswert. Riesige Betriebe wie in Brandenburg könnten nicht die Zukunft sein, so Felser. Stephan Protschka aus Niederbayern kritisierte die überbordende Bürokratie aus Brüssel und berichtete von der Normenkontrollklage gegen die Düngeverordnung. Diese hatte die AfD-Fraktion bereits im Sommer eingereicht.

Weitere Themen waren der in den Augen der Abgeordneten unfaire niedrige Milchpreis, die besonderen Herausforderungen der Alpwirtschaft und der Umgang mit dem Wolf. Auch das ganz aktuelle Thema „Afrikanische Schweinepest“ wurde mit den Bürgern lebhaft diskutiert. Der jagdpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion Felser zeigte sich entsetzt über das Krisenmanagement von Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner: „Diese Schutzzäune dort in den betroffenen Kerngebieten halten kein einziges Wildschwein auf“, so Felser. Jetzt müssten die Jäger vor Ort unterstützt werden, die Landwirte sollten einen Ausgleich für die entgangenen Erträge erhalten.

Mittelfristig sehen die beiden Abgeordneten eine Revitalisierung der heimischen Landwirtschaft nur in einer Abkopplung aus Brüssel zurück zu einer national verantworteten Landwirtschaft.

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 MdB Peter Felser
Abgeordneter des 19. Deutschen Bundestags
Stellvertretender Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion
Vorsitzender AfD-Kreisverband Oberallgäu Kempten Lindau