Berlin, 22. April 2021. Nach der Verschärfung des Bundesinfektionsschutzgesetzes sollen die meisten Kinder ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 in den Distanzunterricht. Die bayerische Staatsregierung will an einer strengeren Inzidenz von 100 festhalten.

Hierzu erklärt Fraktionsvize Peter Felser der AfD-Bundestagsfraktion und Abgeordneter für den Wahlkreis Oberallgäu-Kempten-Lindau:

„Die bayerische Staatsregierung ist von allen guten Geistern verlassen. Die bereits in der Bundesnotbremse festgelegte Inzidenz von 165 entbehrt jeder Logik, aber die bayerische Staatsregierung legt noch einen oben drauf. Kultusminister Michael Piazolo will an der noch strengeren Verordnung festhalten, dass Schulen bereits ab einer Inzidenz von 100 schließen müssen.

Dabei ist doch längst bekannt, dass dieser Inzidenzfetischismus der falsche Weg ist. Der Wert alleine ist leicht manipulierbar und nur wenig aussagekräftig über das tatsächliche lokale Infektionsgeschehen.

Welche Konsequenzen dabei der Distanzunterricht auf unsere Kinder hat, machte unlängst der OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher klar. Die Schüler werden Jahre brauchen, um die Lernverluste aufzuholen. Seit einem Jahr hat die Staatsregierung keine alternative Lösung gefunden. Auch die Eltern werden in ihrer Situation völlig alleine gelassen.

Rücksichtslos opfert die Staatsregierung eine ganze Generation ihrer verfehlten Corona-Politik. In der Hoffnung auf bessere Wahlergebnisse stellt die Staatsregierung autoritäre Politik über das Wohl unserer Schüler. Unsere Position ist dabei klar. Wir lehnen sowohl die Bundesnotbremse als auch den irrsinnigen Sonderweg Bayerns ab. Wir werden alle politischen und rechtlichen Hebel in Bewegung setzen, um diese Politik zu beenden.“