Berlin, 07. Juli 2021. Zu dem Beschluss des bayerischen Landtags „Islamischer Unterricht“ als Alternative zum „Ethik-Unterricht“ an bayerischen Schulen anzubieten, äußert sich der Fraktionsvize der AfD im Bundestag Peter Felser wie folgt:

Islam-Unterricht als eine Alternative zum Ethik-Unterricht anzubieten, ist eine fatale Fehlentscheidung des bayerischen Landtages. Sie spaltet die Gesellschaft, treibt Muslime weiter weg von unserem abendländischen Denken und ist Nährboden für die Entstehung von Parallelgesellschaften.

Kein Mensch, der sich dem Erhalt der deutschen und insbesondere der bayerischen Identität verpflichtet fühlt, kann einen gesonderten Islam-Unterricht befürworten. Wenn das Ziel wirklich die Integration von Muslimen in die bayerische Gesellschaft ist, dann ist der bisherige Ethik-Unterricht dafür viel besser geeignet, als ein Islam-Unterricht. Der Inhalt des Ethik-Unterrichts ist breit aufgestellt. Viele Religionen und Weltanschauungen werden in ihm thematisiert. Und deshalb zwingt er die muslimischen Schüler dazu, sich mit abendländischen Ideen und Wertvorstellungen auseinanderzusetzen. Sie werden mit dem konfrontiert, was Europa zu dem gemacht hat, was es heute ist. Und gerade deshalb trägt der Ethik-Unterricht viel mehr zur Integration von Muslimen bei, als es der so behauptete Islam-Unterricht je könnte.

Viel eher spaltet ein gesonderter Islam-Unterricht die Klassen auf und isoliert die muslimischen Schüler. Sie bleiben unter ihresgleichen und ihrem Glauben. Nirgends begegnen sie unserem abendländischen Denken. Das ist aber das genaue Gegenteil von Integration. Islamunterricht zerstört deshalb jede Chance auf Integration. Und da hilft es auch nicht, wenn die Lehrkräfte staatlich ausgebildet und geprüft werden.

Machen wir uns also nichts vor. Dieser Beschluss dient nur einem Zweck: Er soll Wählerstimmen für die bayerischen Regierungsparteien generieren. Auf Kosten unserer bayerischen Identität und Heimat schmiegen sich CSU und die FREIEN WÄHLER an das muslimische Wahlvolk an. Das “C“ in CSU hat längst jede Bedeutung verloren. Diese Partei ist nur noch an reinem Machterhalt interessiert, koste es was es wolle. Und sei es auch unsere bayerische Identität selbst.

Gleichzeitig ist dieser Antrag aber auch eine Kapitulation. Eine Kapitulation gegenüber dem Versuch, das christliche Erbe Bayerns zu bewahren. Diese Kapitulation braucht aber auch niemanden zu verwundern, wenn ein Großteil der Heranwachsenden in Bayern einen Migrationshintergrund hat. Auch eine Konsequenz der verheerenden Migrationspolitik, die die CSU seit Jahren mitträgt. Letztlich bleibt nur zu hoffen, dass die angekündigte Verfassungsklage der AfD vor dem bayerischen Verfassungsgericht Erfolg hat. Ansonsten sehe ich schwarz, was die Zukunft Bayerns betrifft.