Die Ereignisse von Afghanistan haben die deutschen Bürger genauso überrascht wie leider auch ihre Bundesregierung. Während sich auf dem Flughafen von Kabul dramatische Szenen abspielen und deutsches Personal in letzter Sekunde evakuiert wird, grinst zeitgleich Kanzlerin Merkel in die Kameras. Sie kommt gerade aus dem Kino. Ob sie Armin Laschets Lachanfall im Flutgebiet damit übertreffen will?

Oder schielt sie gar auf unsere „Gurke der Woche“? Doch leider gehen Sie leer aus, Frau Merkel. Sie wären ohnehin eher Anwärterin auf ein tägliches Gurken-Abo – durchgehend bis zur Wahl Ende September.

Nein, die Gurke der Woche haben sich zwei andere Kandidaten ehrlich erarbeitet: Außenminister Heiko Maas und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, die leider nicht so schnell handelt wie ihr Spitzname „AKK“ vermuten lässt.

AKK rang zuletzt vor laufenden Kameras nach Worten, als sie erklären sollte, warum die Bundeswehrmaschine, die nach Spritpannen und diversen Schnarch-Zwischenfällen den Kabuler Flughafen endlich erreichte, nur ganze sieben Passagiere mitnahm. – Soll man das tatsächlich Evakuierung nennen?

Die gleiche Frage stellt sich mit Blick auf die Bundesregierung. Verdient diese, die sich eine solche Verteidigungsministerin leistet, noch diesen Namen? Eine Regierung, die wie ihre Verteidigungsministerin offensichtlich keinen Schimmer hatte von dem, was in Afghanistan passierte, so dass nun auch ein planmäßiges Retten der Ortskräfte nicht mehr möglich ist.

„Wir alle haben die Lage falsch eingeschätzt“, sagte AKKs Kollege Heiko Maas, in Anführungszeichen „Außenminister“. Das ist natürlich ein besonders geschickter und schäbiger Versuch, sich hinter dem Kollektiv zu verstecken. Da fällt Selbstkritik leicht. Besonders dann, wenn man sie an keinerlei politische Konsequenzen – sprich Rücktritte! – knüpft, nach dem man, so wie Maas, alle Geheimdienst-Informationen zum Vormarsch der Taliban konsequent ignoriert hat.

Sagen wir einfach, wie es ist: Die Ereignisse rund um den Evakuierungs-Einsatz in Afghanistan kommen einem einzigen großen Versagen der Regierung gleich! Sie rechnete anscheinend überhaupt nicht damit, dass die Taliban jede Minute den Flughafen von außen kontrollieren können.

Neben AKK, für die die Bundeswehrsoldaten vor Ort mal wieder den Karren aus dem Dreck ziehen dürfen, ist Außenminister Heiko Maas wohl der größte Versager: Allen Ernstes hatte er die Islamisten letzte Woche noch im ZDF-Morgenmagazin davor gewarnt, in Afghanistan ein Kalifat zu errichten. Sonst würde Deutschland sämtliche Entwicklungshilfe-Zahlungen einstellen. Nur so ganz nebenbei, Herr Maas: Die Taliban belegen weltweit den 2. Platz auf der Liste der reichsten Terrororganisationen! Ihre Einnahmen pro Jahr werden von „Forbes“ auf 800 Millionen US-Dollar geschätzt. Ob es für die Taliban auch Dinge gibt, über die sie sich wiehernd vor Lachen auf die Schenkel schlagen, ist nicht überliefert.

Den deutschen Bürgern ist das Lachen ganz sicher längst vergangen. Das ist Fremdschämen vom Feinsten.

AKK und Maas liefern einen weiteren Beitrag zu den übrigen Katastrophen in Serie – Flutkatastrophe, Rasterfahndung und Impfgemurkse – weshalb wir dieses Mal eine Doppelgurke ausgelobt haben.

Chaos in Afghanistan durch Regierungsversagen