Höcke bedauert Podiums-Absagen für Direktkandidat Felser

Wegen Dresdner Rede kommen BDM-Präsident und „Bauer Willi“ nicht zu Diskussionsveranstaltung über Landwirte in Kempten
KEMPTEN. Die Veranstaltung des bayerischen AfD Mittelstandsforum, die der Kemptener AfD-Bundestagsdirektkandidaten Peter Felser moderiert, zur Lage der Landwirte, soll trotz der Absage von zwei Podiumsgästen wie geplant an diesem Freitag um 19 Uhr in Kempten-Lauben stattfinden. „Anstatt auf dem Podium diskutieren ich und der AfD-Mittelstandspolitiker Franz Bergmüller eben mehr mit dem Publikum“, sagte Felser. Er bedauerte, dass Romuald Schaber, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) und zudem „Bauer Willi“ kurzfristig ihre Teilnahme abgesagt haben.
Schaber begründete das mit der für ihn nicht ausreichenden Distanzierung der AfD von der Dresdner Rede des thüringischen Landeschefs der AfD Björn Höcke. Der reagierte schriftlich auf eine Nachfrage von Felser zu dem Vorgang in Dresden. Höcke äußert darin sein Bedauern, dass die Rede solche Folgen nach sich gezogen habe und betonte: „Seien Sie versichert, anders als von den Medien dargestellt, habe ich in meiner Rede nicht den Holocaust oder das Gedenken an den Holocaust als Schande bezeichnet“. Es wäre ihm „nie in den Sinn“ gekommen, „den Massenmord an den Juden zu leugnen oder zu relativeren“, schrieb Höcke in seiner Stellungnahme an Felser und schloss mit dem Hinweis, dass er seine „ganze Kraft dafür aufwenden werde, verlorenes Vertrauen für die AfD zurückzugewinnen“.
Felser nahm Höckes Stellungnahme zur Kenntnis und meinte: „Das Thema wird die Öffentlichkeit und die Partei noch etwas beschäftigen, bis die angekündigte Prüfung von Ordnungsmaßnahmen durch den Bundesvorstand erfolgt ist.“ Felser weiß, dass Höckes Positionen und die Art sie zu kommunizieren in großen Teilen der AfD auf Vorbehalte stoßen und kündigte an: „Wir werden das intern ausdiskutieren und dabei alle Fakten und Argumente genau betrachten.“

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