Neues aus der Landwirtschaft

Neues aus der Landwirtschaft

Abstruse Pläne, Bio und idealistische Reformen
In der letzten Sitzungswoche stellte sich der neue Landwirtschaftsminister Cem Özdemir im Landwirtschaftsausschuss unter anderem auch den Fragen der Kollegen unserer Fraktion. Wir wollten wissen warum für den kleinen Bauern am Ende nur 22 Cent je eingenommenen Euro landen und wie das neue Ministerium diese Erzeugerpreise erhöhen möchte. Der Lohn für alle Bemühungen in der Viehhaltung, angepasstes Tierwohl, Rückhalt von Blühflächen, steigende Preise für Düngemittel  und weitere Auflagen müssen sich beim Bauern auch monetär niederschlagen.

Unsere Schweinebauern haben große Probleme ihr Fleisch abzusetzen. Der bisherige Hauptimporteur China hat die weitere Abnahme des Schweinefleisches aufgrund der um sich greifenden Afrikanischen Schweinepest versagt, so dass wir unser Schweinefleisch nur noch in Drittländer weitergeben können. China ist der größte Konsument von Schweinefleisch weltweit und war der wichtigste Abnehmer für die hiesige Schweinefleischwirtschaft.

Die neue Koalition hat sich ambitionierte Ziele gesteckt. Sie möchte bis 2030 den Anteil des Biolandanbaus auf sportliche 30 Prozent erhöhen (von derzeit 10 %). Dabei bleiben uns nunmehr von heute an noch ganze acht Jahre! Es fehlt aber an geeignetem Saatgut, Anbauflächen, vereinfachte Anbauregeln, Mitteln für die Forschung und auch genaue Ziele für den Handel. Wir dürfen auf die nächsten Jahre gespannt sein.

Gleiche Standards für Importe

In Deutschland produziert man nach höchsten Produktionsstandards, man ist auf möglichst kurze Wege bei den Viehtransporten bedacht, achtet genau auf das beste Tierwohl, legt großen Wert auf die Tierhaltung. Nur leider bringen auch die besten Standards für den Bauern nichts, wenn sich nicht alle Staaten an die gleichen Regeln halten müssen.  Mehr Rindfleisch- und Sojaimporte in die EU bedeuten in den Mercosurstaaten mehr Abholzung von Regenwäldern, einen erhöhten CO2-Ausstoß, weniger Artenvielfalt und laxere Lebensmittelkontrollen. Für unsere deutschen Bauern als Mitglied in der EU wird das Abkommen den Druck auf die kleinbäuerlichen Familienbetriebe erhöhen, Produktionsstandards werden nochmals erhöht und die großflächige Industrialisierung weiter vorangetrieben. Der Umgang mit Gentechnik bleibt sehr zweifelhaft und sollte sich in Deutschland nicht durchsetzen. Wir sind leider nicht ermächtigt andere Länder zu sanktionieren.

AfD kritisiert Umgang mit Landwirten

Teilen:

Kommentar verfassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Melden Sie sich zum Newsletter an.

Wir versenden kein Spam