Landwirtschaft in Krisenzeiten

Landwirtschaft in Krisenzeiten

Das Problem ist bekannt, unsere Landwirtschaft befindet sich in Krisenzeiten. Gehen Innovationen, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit zusammen?

Auf einer Abendveranstaltung nahm ich an einer Diskussion zwischen verschiedenen, bekannten Ministern, einer durch Socialmedia bekannten Influencer-Bäuerin, einem fränkischen Milchbauern und Landwirtschaftsmeister, einer Vertreterin eines bekannten Chemiekonzerns und einem Buchautor eines Hochtechnologieunternehmens.

Bildungsoffensive

Diese bunte Mischung brachte einige interessante Denkanstöße hervor. Die Minister stellten die Situation in der Landwirtschaft recht optimistisch dar. Sie wünschen sich mehr Transparenz zwischen den Bauern und der Bevölkerung. Nur wenn die Verbraucher mit ihrem Konsumverhalten auf eine bessere Tierhaltung mit einer angemessenen Zahlungsbereitschaft reagieren, geht die Rechnung der Politik entsprechend auf. Die Landwirte haben im besten Wissen ihre Technik digitalisiert, besonders junge Landwirte haben den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit verstanden und auch schnell angewendet.

Artenschutz, der Erhalt sauberen Wassers, gesunde Erzeugung der Lebensmittel, die Forcierung des Anbaus von Eiweißpflanzen, die Anwendung erneuerbarer Energien – Photovoltaik – auf ertragsschwachen Standorten werden längst umgesetzt. Die Landwirte sind gewillt ein breites Spektrum zu bedienen. In Schleswig-Holstein wird man zeitnah eine Bildungsoffensive starten. Bürger sollen besser informiert werden, in Schulen soll es ein Fach „Ernährung, Landwirtschaft & Verbraucherschutz“ geben.

Verordnungen lähmen die Innovationskraft

Innerhalb der Debatte kam auch die Herkunft der zukünftigen Lebensmittel zur Sprache. Verlagern wir energieintensive Prozesse nach China und werden wir nicht mehr im eigenen Land erzeugen? Werden 20 % ökologische Anbaufläche auch durch die Verbraucher gewünscht? Werden Bio-Produkte auch in Zeiten von hohen Heiz- und Stromkosten durch die Bevölkerung getragen? Gesetze und Verordnungen drosseln die Innovationskraft.

Die Chemieindustrie will „gläsern“ produzieren, mehr Einsicht für Bauern und Verbraucher zulassen. Beim Spiel aus Produktivität und Ertrag möchte sie den Weg mit Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Ernährungssicherheit gehen. „Wir sind nicht teuer, aber wir sind es wert“, das war das Fazit zur Thema Preisstabilität in Bezug auf die Herstellung von Düngemitteln. Die Ausrichtung der chemischen Wirkstoffe wird sich verändern müssen. In Deutschland braucht es lange Zeiträume bis man Patente aushändigt. Das lähmt die Innovationskraft bedeutend und erstickt sie manchmal schon im Keim.

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Peter Felser, Mitglied des Bundestags

Ordentliches Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft
Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Verteidigung

Ordentliches Mitglied im Arbeitskreis für Verteidigung
Ordentliches Mitglied im Arbeitskreis für Landwirtschaft

Stellv. Vorsitzender der Deutsch-Chinesischen Parlamentariergruppe

Mitglied der Parlamentariergruppe Zentralasien

Mitglied der Parlamentariergruppe Westafrika

Forstpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag

Obmann der Enquete Kommission „Künstliche Intelligenz“ von 2018-2020

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