Neues aus dem Landwirtschaftsausschuss

Neues aus dem Landwirtschaftsausschuss

Schweinehaltung in der Krise

In dieser Sitzungswoche war ein Antrag zur deutschen Schweinehaltung aus der AfD- Bundestagsfraktion Thema im Ausschuss. Die Lage der Schweinehalter ist besorgniserregend, die Preise für Schweine und Ferkel befinden sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Corona- Krise und auch das Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) brachte einen enormen Absatzeinbruch beim Export und auch beim Außer-Haus-Verzehr. In den nächsten zehn Jahren wollen 60 Prozent der Schweinehalter aus der Produktion aussteigen. Die Schweinebauern fordern mehr Planungssicherheit zum Umbau oder Neubau von Ställen. Die politische Ausrichtung für diesen Bereich gestaltet sich im Moment sehr ungewiss. Man ist abhängig von Futterimporten, die man aufgrund des Wegfalls der Zulieferung von Hafer, Gerste und Mais aus der Ukraine, nur noch zu hohen Preisen anderweitig importieren muss. Immer höhere Anforderungen an die Tierhaltung bringt wenig Spielraum für perspektivische Investitionsplanung mit sich. Die Bundesregierung plant Anpassungen im Baugesetzbuch, um Stallumbauten zu vereinfachen und zu ermöglichen.

Europa debattiert über internationale Entwaldung

Die Bundesregierung sprach im Ausschuss auch über den Vorbericht  des Rates der EU für Landwirtschaft und Fischerei über den Verlust der Waldflächen weltweit. Die Lösung dieses Problems wurde durch ein angemessenes Kaufverhalten der Konsumenten leichtfertig abgetan. Die Rodung von Waldflächen für den Anbau von Soja, Kaffee und Palmöl kann man auf der EU- Ebene nicht stoppen. Aber man kann möglichst mit entwaldungsfreien Lieferketten im Rahmen der deutschen Entwicklungshilfe darauf reagieren. Mit einem guten nachhaltigen Waldschutz, besseren Lebensbedingungen für die Bauern, Schulungen zur erfolgreichen Waldbewirtschaftung will man langfristige Lieferbeziehungen gewährleisten und die immer schneller voranschreitende Entwaldung aufhalten.

Humanitäre Katastrophe in der Ukraine

Von einer humanitären Katastrophe spricht man im Zuge des Ukraine-Krieges. Lebensmittelspenden und Wasservorräte kommen nur schwer in der Ukraine an. Deutschland ist auf die Folgen der Ukraine-Russland Auseinandersetzungen nicht gut vorbereitet. Die deutschen Bundesreserven sind jahrelang nicht mehr gepflegt worden. Der Zustand von 20 Prozent des Getreidelagerbestandes in den Speichern ist nicht mehr brauchbar. Ein Konzept zum Rückhalt von Reserven fehlt seit Jahren. Ein aktives Krisenmanagement muss schnellstens auf den Weg gebracht werden.

Katastrophenschutz in Deutschland. Einfach katastrophal.

Drei Anträge der AfD-Fraktion zur Versorgungssicherheit im Zuge des Ukraine-Krieges

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