Felser entlarvt grüne Bauernretter-Märchen

Felser entlarvt grüne Bauernretter-Märchen

Lebensmittelversorgung: In meiner Bundestagsrede vom 8. Oktober 2026 weise ich auf die Ungereimtheiten im Antrag der Fraktion „Die Grünen“ hin: Felser entlarvt grüne Bauernretter-Märchen

Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrter Herr Minister, liebe Kollegen,

wer diesen Antrag der Grünen liest, traut seinen Augen nicht: Ausgerechnet Sie spielen sich jetzt als Retter der Bauern und des Lebensmittelhandwerks auf! Dabei hat Ihre ideologische Auflagenpolitik unsere Landwirte über Jahre hinweg immer weiter belastet.

Auch wenn Teile Ihrer Diagnose nicht völlig verkehrt sind: Bei der Therapie trennen uns tatsächlich Welten! Ja, vier große Handelsgruppen vereinen inzwischen mehr als 85 Prozent des Lebensmitteleinzelhandels auf sich. Bäckereien, Fleischereien und andere regionale Verarbeiter verschwinden. Aber wer belastet denn unsere Bauern und Mittelständler zusätzlich zu dieser Marktmacht?

Das ist vor allem Ihre verfehlte Politik! Teure Energie und immer neue grüne Auflagen – und genau das sind eben Ihre Sargnägel für unsere heimischen Betriebe.

In Ihrem Antrag schreiben Sie „think small first“ – und liefern anschließend mehrere Seiten mit neuen Klagerechten, zusätzlichen Behördenkompetenzen, Prüfaufträgen und einer neuen Preistransparenzstelle.

Sie wollen die Macht der Konzerne brechen – und ersetzen sie durch noch mehr Macht für Behörden!

Sie behaupten, Bürokratie abbauen zu wollen, fabrizieren in Wahrheit aber einen Regelungs-Dschungel, mit dem am Ende eben wieder nur Großkonzerne und deren Rechtsabteilungen fertig werden. Unser Gegenkonzept liegt seit langem vor: verbindliche Regeln gegen unfaire Handelspraktiken, eine Untersuchung der Nachfragemacht und eine Ombudsstelle – aber eben KEIN neues, lähmendes Behördennetz! Wir müssen den Erzeugern die Möglichkeit geben, ihr Angebot eigenverantwortlich zu bündeln, statt sie staatlich zu gängeln.

Zudem ignorieren Sie den entscheidenden Wettbewerbsnachteil. Sie überziehen die heimische Landwirtschaft mit immer neuen und immer kostspieligeren Auflagen. Gleichzeitig werden Agrarprodukte aus Drittstaaten auf unseren Markt gespült. Die sind aber unter erheblich niedrigeren Produktions- und Sozialstandards erzeugt worden! SO kann das nicht funktionieren, liebe Kollegen!

Gleiche Standards für Importe

Wer die Erzeuger stärken will, muss gleiche Standards für Importe durchsetzen und endlich eine verbindliche Herkunftskennzeichnung einführen! Obendrein wollen Sie bei der Agrarförderung die pauschalen Flächenprämien auslaufen lassen und Zahlungen an EU-weit einheitliche Vorgaben binden.

Wir wollen das Gegenteil liebe Kollegen: Die vollständige Renationalisierung der Agrarförderung, um Entscheidungen endlich wieder nach deutschen Interessen zu treffen! Auch wenn es schon sehr spät ist – bitte merken Sie sich trotzdem: Faire Preise entstehen nicht durch noch mehr Verwaltung, sondern durch fairen Wettbewerb und echte Verhandlungsmacht für unsere Erzeuger!

Daher wird es Sie kaum überraschen – Ihr planwirtschaftliches Gesamtpaket lehnen wir entschieden und aus vollster Überzeugung ab.

Vielen Dank.

Es gilt das gesprochene Wort.

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